Tier- und Pflanzenwelt

Feuchtwiese Die Insel Usedom zählt zu den vogelreichsten Gebieten Ostdeutschlands. Insgesamt wurden über 280 Arten beobachtet, 150 davon brüten auch hier. Allein 11 Greifvogel­arten brüten regelmäßig im Naturpark, darunter der Seeadler, der im Oder­mündungs­gebiet einen Verbreitungs­schwer­punkt hat.

Weißstorch, Kranich und Graureiher sind ebenfalls charakteristisch. Besonders während des Vogelzuges wird die Insel von zehntausenden nordischen Gänsen, Enten und Schnepfenvögeln besucht, die der Küstenlinie und dem Urstromtal der Oder folgen.

Fischotter Der Fischotter besitzt noch einen gesicherten Bestand. Bei den Amphibien sind Seltenheiten wie Glattnatter und Rotbauchunke hervorzuheben.

Große Teile des Naturparkgebietes sind wegen ihrer besonderen Vegetation sehr wertvoll. Das Gebiet besitzt einen hohen Anteil naturnaher Biotope wie Dünen, Moore, Trockenrasen, Wälder und Wasserflächen. Bemerkenswert sind die nicht nur auf die Naturschutzgebiete beschränkten Vorkommen seltener bis stark gefährdeter Arten. 11 800 ha des Naturparks (11,7%) sind mit Wald bewachsen. In Abhängigkeit von den Bodeneigenschaften und dem Kleinklima der Standorte können vier naturnahe Waldtypen unterschieden werden: In Überflutungsbereichen des Boddens und der Ostsee sind zum Teil Küstenüberflutungsmoore ausgebildet. Ursprünglich waren diese Standorte mit torfbildenden, salzbeeinflussten Röhrichten bewachsen. Unter Weidenutzung haben sich daraus Salzgrasländer entwickelt. Die natürliche Vegetationsabfolge der Dünen findet man auf Usedom nur noch an vereinzelten Standorten. Trockenrasen sind auf wasserdurchlässigen und trockenen Standorten verbreitet.